Letzter Tag der Artenschutzkonferenz: Geschäftemacher gegen Naturschützer - DER SPIEGEL
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Letzter Tag der Artenschutzkonferenz Geschäftemacher gegen Naturschützer

Die Artenschutzkonferenz in Nairobi geht zu Ende. Umweltschützer beklagen: Trotz einiger Erfolge konnten sich Tier- und Pflanzenhändler zu oft durchsetzen.
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Die Artenschutzkonferenz in Nairobi hat am Donnerstag den strengen Schutz für Zwergwale und Karettschildkröten bestätigt. Anträge Norwegens und Kubas, den Handel mit den bedrohten Tieren zu legalisieren, wurden abgelehnt. Forderungen nach einem stärkeren Schutz verschiedener Hai-Arten setzten sich auf der Konferenz der UN-Konvention über internationalen Handel mit gefährdeten Tierarten (CITES) jedoch nicht durch.

Großbritannien hatte beantragt, den Riesenhai strikt zu schützen und den Handel bis zum nächsten Jahr zu reduzieren. Ebenso hatten Australien und die USA nach Angaben des Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW) gefordert, den Weißen Hai und den Walhai verstärkt unter Schutz zu stellen. Die Delegierten aus 151 Ländern lehnten diese Anträge mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit ab.

Dafür setzten sich die Tierschützer am letzten Tag der CITES-Konferenz gegenüber den Anträgen Norwegens und Kubas auf Handelslockerungen durch. Norwegen hatte eine Erlaubnis für den Fang und Export von Zwergwalen aus norwegischen Gewässern beantragt. Kuba hatte die Freigabe des Handels von Schildpatt verlangt. Der Panzer der Echten Karettschildkröte darf aber auch in einem Jahr, wie von Kuba als Kompromiss vorgeschlagen, nicht gehandelt werden.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace nannte die Ablehnung des norwegischen Antrags einen Erfolg ihrer politischen Arbeit und ihrer Aktionen gegen den Walfang. Die Ergebnisse der zehntägigen Konferenz seien aber nicht durchwegs befriedigend. So sei der Elfenbeinhandel zwar zunächst nicht erlaubt, die Elefanten seien aber nicht wieder in die Gruppe der nach dem CITES-Abkommen streng geschützten Tiere aufgenommen worden.

Bei der elften Vertragsstaatenkonferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens hatten etwa 2000 Delegierte aus 150 Ländern zehn Tage lang in der kenianischen Hauptstadt getagt.

Die Naturschutzorganisation Pro Wildlife zog eine zwiespältige Bilanz. Trotz einiger Erfolge seien die Diskussionen immer weniger von wissenschaftlich begründeten Daten bestimmt worden. Die Argumente skrupelloser Geschäftemacher, die bedrohte Wildtiere als reine Ware ansähen, hätten sich häufig durchgesetzt.