Mädchen mit zwei Köpfen Rebeca nach Operation gestorben
Santo Domingo - Das Baby starb zwölf Stunden nach dem operativen Eingriff, sagte ihre Mutter. Ihre Angaben wurden von den Ärzten bestätigt. Sie hatten zuvor erklärt, dass der Eingriff ohne Komplikationen verlaufen sei, aber vor postoperativen Risiken gewarnt, da es zu Infektionen oder Blutungen kommen könne. Der Eingriff stand unter Leitung des Gehirnchirurgen Jorge Lazareff aus Los Angeles und seines Kollegen Benjamin Rivera aus der Dominikanischen Republik.
Die insgesamt 18 Ärzte und Krankenschwestern lösten sich in mehreren Schichten ab, um den zweiten Kopf mit nur teilweise ausgebildetem Gehirn, Augen, Ohren und Lippen abzutrennen. Besonders riskant war die Trennung der Arterien zwischen beiden Köpfen. Die Schädeldecke des Hauptkopfes schlossen die Chirurgen mit Knochenmaterial, das aus einem anderen Teil des Körpers entnommen worden war.
Die kleine Rebeca Martinez kam am 10. Dezember mit einem voll entwickelten Kopf zur Welt, an dem ein zweiter, kleinerer, angewachsen war. Diese als Craniopagus parasiticus bezeichnete Missbildung ist bisher nur acht Mal dokumentiert; in den sieben Fällen vor Rebeca starben die Kinder bereits vor der Geburt.
Das Kind war ansonsten gesund, hätte sich nach Angaben der Ärzte aber nicht normal entwickeln können, wenn der andere Kopf nicht entfernt worden wäre. Der Druck des zweiten Kopfes hätte das verhindert. Die Anomalität entsteht, wenn sich ein Embryo in identische Zwillinge teilt, diese Entwicklung aber abgebrochen wird.