Mars: Aggressive Moleküle verhindern Leben - DER SPIEGEL
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Mars Aggressive Moleküle verhindern Leben

Als Forscher die Bedingungen auf dem roten Planeten simulierten, entdeckten sie aggressive Moleküle. Diese ließen erst gar keine längeren Ketten aus Kohlenwasserstoffen entstehen, die die Grundbausteine des Lebens sind.
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New York - Aggressive Moleküle verhindern die Entstehung von Leben auf dem Mars. Forscher kommen zu diesem Ergebnis, nachdem sie die Bedingungen auf dem Planeten im Labor simuliert haben. Das schreibt ein Team um Albert Yen vom Jet Propulsion Laboratory in Pasadena im amerikanischen Fachblatt "Science".

Wissenschaftler bestrahlten Mineralien in einer dem Mars vergleichbaren Atmosphäre mit ultravioletten Strahlen. Dabei wiesen sie die Entstehung aggressiver Sauerstoff-Radikale nach. Radikale sind Moleküle, die eine unübliche Zahl von Elektronen haben. Sie reagieren besonders schnell mit anderen Substanzen. Offenbar verhindern sie dadurch die Entstehung längerer Ketten aus Kohlenwasserstoffen, aus denen sich die Organismen auf der Erde zum großen Teil aufbauen.

Die Ergebnisse decken sich den Angaben zufolge mit der Untersuchung von Bodenproben, die die Marssonde "Viking" 1976 gesammelt hatte. In dem Gestein fand sich damals kein Hinweis auf Spuren von Leben. Es zersetzte hingegen die Bestandteile einer Nährstofflösung, sobald diese mit den außerirdischen Gesteinsproben in Berührung kam, schreiben die Forscher.

Zudem enthielt das Marsgestein mehr Sauerstoff als erwartet. Die Autoren vermuten, dass im Marsgestein unter der ständigen UV-Strahlung aus dem All Elektronen frei werden. Diese wanderten zur Oberfläche und reagieren dort mit dem Sauerstoff, der in geringen Konzentrationen auch in der Marsatmosphäre vorkommt.