Namenswahl Bitte nennt mich Laura!
Einzig und allein auf die Vokale im Namen kommt es an, meint die Kognitionsforscherin Amy Perfors vom Massachusetts Institute of Technology. Über ihre überraschenden Ergebnisse berichtet die Online-Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature".
Für ihre Versuche hat sie 24 Freunde fotografiert und auf einer Internetseite mit dem Namen "Hot or Not" online gestellt. Auf der Seite kann man Privatfotos von Menschen anschauen und auf einer Skala von eins bis zehn bewerten. Die Fotos hat sie jeweils mit einem Namen im oberen Bildrand versehen. Als Versuchspersonen mussten die User der Seite herhalten.
Dieselben Fotos stellte sie wenige Zeit später erneut online, nur die Namen änderte sie. Das Ergebnis: Die Bewertung hing davon ab, welcher Vorname auf dem Bild zu lesen war, so Perfors.
Die Vokale machte sie als die Verursacher für "Hot" oder eben "Not Hot" - Bewertungen aus. Ihr Erfolgsrezept für einen sexy Namen: Für einen Jungen eignen sich Namen, die Vokale enthalten, die im vorderen Teil des Mundes gebildet werden, also "i" und "e". Namen mit "runden" Vokalen wie "a", "u" und "o", hingegen seien eindeutig nicht sexy. Felix kommt also gut an bei den Frauen, während Hugo auf der Dating-Liste eher hinten ansteht.
Bei den Mädchen verhält es sich genau umgekehrt. Namen mit "runden" Vokalen verhelfen ihren Trägerinnen zu einem Platz ganz oben auf der Sexappeal-Skala. Samanthas und Lauras haben demnach die besten Chancen, die heißen Feger ihrer Schule zu werden.
Die Vokale "i" und "e" werden eher als klein wahrgenommen, sagt die Forscherin und stellt eine gewagte Hypothese auf: Frauen suchen gar nicht nach der Testeron-strotzenden Männlichkeit, sondern entscheiden sich unbewusst für den sensiblen Versorger-Typen.