Nasa-Fiasko Superjet explodiert beim Test
Washington - Es war der erste von drei geplanten Tests des unbemannten Fluggeräts. Schon in der Anfangsphase geriet die Trägerrakete Pegasus außer Kontrolle. Die Nasa zerstörte daraufhin den Prototyp des Superjets, der siebenfache Schallgeschwindigkeit (Mach sieben) oder rund 8000 Stundenkilometer erreichen soll. Die Trümmer fielen in einem vorher geräumten Testgebiet vor der Küste Kaliforniens ins Wasser. Laut Nasa gab es weder Verletzte noch Sachschäden.
Der experimentelle X-43A war vom Dryden Flight Research Center im kalifornischen Edwards mit einem B-52-Bomber gestartet und gegen 13.43 Uhr Ortszeit ausgeklinkt worden. Der etwa vier Meter lange und 1,60 Meter breite Jet sollte von der Pegasus-Rakete beschleunigt werden, danach aus eigener Kraft 27 Kilometer weit fliegen und schließlich in den Pazifik stürzen.
Die Nasa hatte darauf gehofft, mit dem X-43A den Geschwindigkeitsrekord zu brechen, den das US-Raketenflugzeug X-15 im Oktober 1967 mit einem Tempo von Mach 6,7 aufgestellt hatte. Ein Sprecher versuchte, die Explosion herunterzuspielen: "Es gibt einen Grund, warum wir drei davon haben. Das ist ein Experimentalflug. Wenn wir wüssten, wie er ausgeht, würden wir nichts lernen."
Von der neuen Technologie versprechen sich die US-Wissenschaftler viel. In den Turbinen herkömmlicher Jets rotieren Schaufeln, die die einströmende Luft verdichten, bevor in ihr der Treibstoff gezündet wird. Die so genannte Scramjet-Technik soll diese Verdichtung allein durch die Geschwindigkeit des eigenen Vortriebs erreichen. Der erste bemannte Prototyp dürfte nicht vor 2025 fliegen, das erste wirklich genutzte Flugzeug nach den Plänen in etwa 60 Jahren.