Nomaden: Der Geist des Jaguars - DER SPIEGEL
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Nomaden Der Geist des Jaguars

Sie ziehen durch Wüsten und polare Eisregionen, durch tropische Regenwälder und karges Bergland: Nomadenvölker, mit leichtem Gepäck und begleitet von ihren Tieren, führen am Rande der Zivilisation ein Wanderleben, das Sesshafte gerade für die Zeit eines Abenteuerurlaubs aushalten würden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Ethnologin Ann Perry und Autor Anthony Swift haben Tuareg und Pygmäen, Aborigines, Inuit und sibirische Nenet-Hirten begleitet, ihre Lieder und Mythen gesammelt und ihren Alltag im Bildband "Nomaden" (Knesebeck Verlag, München; 29,90 Euro) dokumentiert. "Wir sind vom Glück begünstigt ­ wie ein Vogel, der Flügel hat", sagen die auf Borneo umherziehenden Jäger und Sammler der Penan. Wie seit Jahrtausenden "mit dem Geist des Jaguars" will in Ecuador das wandernde Volk der Huaorani leben, das in einem Protektorat Zuflucht fand. Doch der Lebensraum der Nomaden schrumpft stetig, schon haben Völker wie die nordischen Sami das Umherziehen aufgegeben, in den Wüsten beginnen Lastwagen die Kamele zu ersetzen. Die heute noch weltweit existierenden Nomadengruppen, ihre Territorien, Bevölkerungszahlen, Religionen, Rituale und Lebensformen führen Perry und Swift in einem ausführlichen Anhang auf.