Partydroge: Mephedron wird EU-weit verboten - DER SPIEGEL
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Partydroge Mephedron wird EU-weit verboten

In Deutschland ist sie bereits verboten, nun wird die Partydroge Mephedron in der gesamten Europäischen Union auf den Index gesetzt. Das haben die EU-Justizminister beschlossen.
Technoparty (in Dortmund, Mai 2010): EU geht gegen Partydroge Mephedron vor.
Technoparty (in Dortmund, Mai 2010): EU geht gegen Partydroge Mephedron vor.

Technoparty (in Dortmund, Mai 2010): EU geht gegen Partydroge Mephedron vor.

Foto: Thomas Frey/ picture alliance / dpa
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"Dünger" oder "Badesalz" - im Internet ist die Partydroge Mephedron häufig unter verharmlosenden Bezeichnungen erhältlich. Manch einer nennt sie auch kurz "Meow" - sprich: Miau. Die Substanz wirkt ähnlich wie Ecstasy oder Kokain, ist aber mit einem Preis von 10 bis 15 Euro pro Gramm deutlich billiger. Nun ist die Droge wegen ihrer gefährlichen Nebenwirkungen europaweit verboten worden.

Mephedron ist nach Worten von EU-Justizkommissarin Viviane Reding "sehr gesundheitsschädlich". Künftig steht sowohl die Herstellung als auch der Vertrieb der Verbindung europaweit unter Strafe. Das haben die EU-Justizminister nun beschlossen.

Detaillierte pharmakologische Studien sind bisher noch Mangelware, doch klar scheint: Mephedron kann abhängig machen und schwere gesundheitliche Probleme verursachen. Die Droge wird außerdem mit zahlreichen Todesfällen vor allem in Großbritannien und in Irland in Verbindung gebracht. In mindestens zwei Fällen in Europa soll Mephedron allein für den Tod von Konsumenten gewesen sein.

In Deutschland fällt die Droge bereits seit Anfang des Jahres unter das Betäubungsmittelgesetz. Auch in Österreich, Belgien, Dänemark, Estland, Frankreich, Irland, Italien, Lettland, Luxemburg, Malta, Polen, Rumänien, Schweden und Großbritannien war sie bereits illegal.

chs/AFP/dapd