Psychologie: Liebeskummer birgt Risiken - DER SPIEGEL
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Psychologie Liebeskummer birgt Risiken

Früher Liebeskummer kann gravierende Folgen haben: Mädchen mit einer unglücklichen ersten Beziehung leiden einer US-Studie zufolge im späteren Leben häufiger an seelischen Störungen.
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Eine unglückliche erste Liebe und die Trübsaal, die ihr folgt ­ das gilt als typisch für pubertierende Jugendliche, als geradezu normal. Dass dies ein ernsthaftes medizinisches Problem sein kann, besagt eine US-Studie der Universität von North Carolina.

Die Psychologinnen Suzanne Levy und Andrea Hussong analysierten die Liebesgeschichten von 54 Mädchen, die unterschiedlich stark zu Depressionen neigten, und fanden heraus: Wer in der ersten Beziehung einen Mangel an Nähe und Zuneigung empfand, litt später weit häufiger an Depressionen als Mädchen, die ihre erste Liebe glücklich erlebten.

Lange habe man geglaubt, so Levy, "dass das Alter eine entscheidende Rolle spielt, nämlich dass Mädchen, die sich besonders früh auf eine Liebesbeziehung einlassen, besonders oft unter seelischen Störungen leiden. Doch viel wichtiger als das Alter ist der Verlauf der ersten innigen Freundschaft".

Wie viele Jugendliche von solchen psychischen Problemen betroffen sind, kann nur geschätzt werden. Häufiger wahrgenommen als früher wird das Phänomen auf jeden Fall: Nach einem kürzlich veröffentlichten Bericht der Deutschen Angestellten Krankenkasse hat die Zahl der Krankheitstage, die auf seelische Störungen zurückzuführen seien, bei den 15- bis 29-Jährigen von 1997 bis 2001 um mehr als 70 Prozent zugenommen.