Roboter: "Asimo" jobbt an der Rezeption - DER SPIEGEL
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Roboter "Asimo" jobbt an der Rezeption

Der neue humanoide Roboter "Asimo" soll ab dem Frühjahr Gäste im Honda-Hauptquartier in Japan empfangen. Er nimmt Menschen an die Hand, trägt Tabletts mit Getränken und läuft doppelt so schnell wie sein Vorgängermodell.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wer im Frühjahr das Honda-Hauptquartier im japanischen Wako besucht, kann mit etwas Glück die Hand eines 1,30 Meter großen Plastikkollegen schütteln. "Asimo", die neue Version eines Serviceroboters, soll dann nämlich als Empfangsmitarbeiter tätig sein.

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"Asimo": Der Elektrobutler aus Japan

"Asimos" Vorgängerversion erfreute Gäste noch mit kleinen Tänzchen und bravem, zurückhaltendem Verhalten. Die Neuausgabe soll deutlich besser mit Menschen interagieren können. "Honda will humanoide Roboter bauen, die Menschen helfen und mit ihnen zusammenleben", sagte Satoshi Shigemi, im Unternehmen verantwortlich für Roboterentwicklung.

Das Kunstwesen kann beispielsweise Personen an die Hand nehmen und sie in einen bestimmten Raum führen. Honda spricht zwar von Laufen - Schleichen wäre jedoch der präzisere Begriff, schließlich bewegt sich "Asimo" im Normalmodus mit nur 2,7 km/h. Immerhin gibt es aber einen deutlich schnelleren "Rennmodus", bei dem "Asimo" passable 6 km/h erreicht - doppelt so schnell wie bisher.

Sobald der Elekrobutler aber mehr machen soll als nur durch die Gegend laufen, wird er langsam. Mit gerade mal 1,6 km/h balanciert er beispielsweise Tabletts mit Getränken durch die Gegend - aber immerhin muss man sich so den Kaffee nicht mehr selbst holen.

Neu ist auch seine Fähigkeit, einen Wagen zu schieben, der mit bis zu zehn Kilogramm beladen sein kann. Das reicht noch nicht ganz für einen Kasten Bier - aber die Honda-Ingenieure werden das sicher noch hinbekommen.

Die Kurve kriegt "Asimo" jetzt auch deutlich schneller. Er neigt sich neuerdings zur Seite, um nicht von den Zentrifugalkräften umgeworfen zu werden. Einen Kreis mit 5 Metern Durchmesser umschreitet er so mit 5 km/h.

Wenn der "Asimo"-Prototyp im April 2006 seinen Dienst antritt, will Honda noch mehr Modelle produzieren und sie auch zum Leasing anbieten. Rund 170.000 Dollar soll der Rezeptionist aus Plastik, Stahl und Silizium kosten - pro Jahr.