Seuche: Vogelgrippe in Schweden - DER SPIEGEL
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Seuche Vogelgrippe in Schweden

Schweden hat den ersten Fall von Vogelgrippe bestätigt. Die an der Seuche verendete Ente war allerdings nicht an dem gefährlichen H5-Virus erkrankt, wie eine virologische Untersuchung ergab.
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Stockholm - Experten des nationalen Veterinärinstituts hatten vier tote Enten untersucht, die in der Region Eskilstuna westlich der Hauptstadt Stockholm entdeckt worden waren. Das Tier litt jedoch nicht an der gefährlicheren Virus-Variante H5, wie eine Untersuchung schwedischer Virologen am Sonntag ergab.

In Kroatien begannen die Behörden mit der Notschlachtung zehntausender Tiere im Umkreis um den Zdenci-See im Osten des Landes, nachdem dort zwölf verendete Schwäne gefunden wurden, von denen mindestens sechs mit dem Vogelgrippe-Erreger infiziert waren. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Hina wurden in einem See bei Nasice fünf weitere tote Schwäne gefunden. Slowenien ordnete in zwei Grenzregionen zu Kroatien eine Stallpflicht für Geflügel an.

Die Weltgesundheitsbehörde WHO fürchtet, dass eine Mutation des gefährlichen H5N1-Virus' dieses auch von Mensch zu Mensch übertragbar machen könnte. Die Folge wäre eine Grippe-Pandemie. Immer mehr Staaten ergreifen deshalb Schutzmaßnahmen: Tschechien untersagte den Verkauf von Hühnern auf Märkten sowie öffentliche Vogelschauen; China ließ nach einem erneuten Ausbruch der Seuche in der Inneren Mongolei Bauernhöfe, Flughäfen und Bahnhöfe in der Hauptstadt Peking verschärft kontrollieren.

Gestern hatten bereits die britischen Behörden einen ersten Vogelgrippefall vermeldet. Ein aus Surinam importierter Papagei war in einer Quarantänestation gestorben. In Großbritannien ist noch nicht geklärt, ob es sich um den für Menschen gefährlichen H5N1-Virus handelt. Dennoch wurden vorsorglich mehr als 300 importierte Wildvögel in britischen Bioquarantäne-Stationen getötet.

Angesichts der Ausbreitung der Vogelgrippe in Europa forderte Großbritannien ein EU-weites Importverbot für Wildvögel. Die britische Regierung habe bei der EU-Kommission einen Antrag auf entsprechende Notmaßnahmen eingereicht, sagte Tierschutzminister Ben Bradshaw dem Rundfunksender BBC.

Auch die Bundesregierung unterstützt diese Maßnahme: "Wir werden uns in Brüssel dafür einsetzen, dass der Import von Wildvögeln unterbunden wird", sagte Verbraucherminister Jürgen Trittin. Deutschland werde dies in der nächsten Woche in Brüssel vorschlagen, erklärte der Staatssekretär im Verbraucherschutzministerium, Alexander Müller. Der Fall des in London verendeten Papageis zeige, dass es in diesem Geschäft Vertriebswege gebe, die nur schwer zu kontrollieren seien. In Surinam gebe es keine für den Menschen gefährliche Vogelgrippe. "Man weiß nicht so genau, wo der vorher sonst überall war oder wo er sich angesteckt hat", sagte Müller.

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