Sonne Starke Eruptionen beobachtet
Pasadena - Laut den Daten des US National Oceanic and Atmospheric Administration und dem Space Environment Center handelte es sich bei der Eruption um eine der stärksten und hellsten der letzten Jahre. Die bei einer Protuberanz dieser Größenordnung erzeugte Energie ist zehn Millionen Mal größer als bei einem Vulkanausbruch.
Die freigesetzte Strahlung konnte fast über das gesamte elektromagnetische Spektrum gemessen werden: Sowohl die Helligkeit als auch die gemessene Röntgenstrahlung erreichten Spitzenwerte. Derartige Strahlung erreicht die Erde in acht Minuten. Dadurch kommt es zu einer verstärkten Ionisierung und einer Ausdehnung der oberen Atmosphärenschichten. Durch die Veränderungen innerhalb der Ionisphäre kann es zu Störungen von Radiosignalen kommen, in extremen Fällen können sogar Satelliten von ihrer Umlaufbahn abkommen.
Da Sonneneruptionen gewöhnlich mit dem Auftreten von Sonnenflecken in Verbindung stehen, wird davon ausgegangen, dass Mitte des Jahres, wenn der Sonnenflecken-Zyklus seinen Höhepunkt erreicht hat, noch stärkere Ausbrüche folgen.
Kurz nach der Eruption folgte ein Massenauswurf, also ein Ausstoß heißen Plasmas aus der Corona der Sonne, auch HALO-Ereignis genannt. Dabei werden bis zu 10 Milliarden Tonnen an Materie mit einer Geschwindigkeit von annähernd 500 Kilometer pro Sekunde ins All geschleudert. Würde das Plasma direkt auf die Erde treffen, könnte dies zu schweren geomagnetischen Stürmen innerhalb der Atmosphäre führen. Starke Stürme können durch elektrische Induktion innerhalb der Atmosphäre und der Ozeane zu Schäden an Energieleitungen führen. Da die ausgeworfene Materie nicht Richtung Erde flog, sind allerdings keine Ausfälle zu erwarten.