Störsender GPS hat ein Problem
Weltweit nutzen Schiffskapitäne, Autofahrer, Freizeitsportler und andere, die ihren Standpunkt metergenau kennen wollen, das Satelliten-Navigationssystem GPS ("Global Positioning System"). Doch eine Studie des US-Verkehrsministeriums legt nun nahe, die Informationen aus dem All besser mit Vorsicht zu genießen.
Denn böswillige Angreifer können ohne Probleme die GPS-Positionssignale stören, heißt es darin. Weil die zur Ortsbestimmung nötigen Satellitendaten aus 20.000 Kilometer Höhe mit der unvorstellbar kleinen Leistung von weniger als einem billardstel Watt auf der Erdoberfläche ankämen, benötigten Eindringlinge nur einen schwachen Störsender, um das GPS-Signal großflächig zu torpedieren.
Das US-Verkehrsministerium schlägt daher vor, ältere und alternative Navigationssysteme, wie das der Luftfahrtbehörde, parallel zu GPS fortzuführen. Die Europäische Union arbeitet ohnehin an einem eigenen Ortsbestimmungssystem "Galileo", das noch in dieser Dekade starten soll.