Studie: Komplexe erhöhen das Unfallrisiko - DER SPIEGEL
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Studie Komplexe erhöhen das Unfallrisiko

Wer unter einem mangelnden Selbstwertgefühl leidet, neigt dazu, sich risikofreudiger im Verkehr zu verhalten - und Unfälle zu verursachen. Dies gelte besonders für junge Männer, fand nun eine Studie heraus.
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Bielefeld - Jugendliche mit geringem Selbstwertgefühl neigen einer Studie zufolge verstärkt zu risikoreichem Verhalten im Straßenverkehr. Fühlten sich die Jugendlichen zudem überfordert und sähen nur wenig Perspektiven im Leben, kompensierten viele ihre Unsicherheiten mit waghalsigen Fahrmanövern, sagte der Bielefelder Jugendforscher Jürgen Raithel am Freitag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Raithel befragte zu jugendlichem Risikoverhalten 300 durchweg männliche Jugendliche zwischen 16 bis 18 Jahren, darunter Kraftradfahrer und nicht Motorisierte.

Jugendliche sind laut Raithel überproportional häufig an Verkehrsunfällen beteiligt. Unfälle im Straßenverkehr führten die Liste der Todesursachen im Jugendalter an: Besonders häufig verunglückten männliche Auto- und Kraftradfahrer. "Der Verkehr birgt an sich schon hohe Risiken - Jugendliche gefährden sich mit ihrem Verhalten oft zusätzlich", sagte der Pädagoge. So hätten über 50 Prozent der befragten Mofafahrer ihre Maschinen frisiert: "Statt der erlaubten 25 Stundenkilometer fuhren die dann bis zu unfassbaren 110 Kilometern in der Stunde schnell."

Führen junge Leute in Gruppen Mofa oder Motorrad, ist dies laut Raithel entgegen landläufigen Vermutungen sicherer als eine Spritztour allein: "Es ist ein Vorurteil, dass Fahrer in der Gruppe leichtsinniger werden. Im Gegenteil: Die Jugendlichen fahren aufmerksamer und werden von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen".