Tabak-Konsum: Rauchen schädigt die Gebärmutter - DER SPIEGEL
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Tabak-Konsum Rauchen schädigt die Gebärmutter

Häufiges Rauchen schädigt das Gewebe der Gebärmutter und erschwert das Einnisten von Embryonen. Einer neuen Studie zufolge gilt das auch für die künstliche Befruchtung von gespendeten Eizellen.
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Dass Zigaretten der weiblichen Fruchtbarkeit schaden, ist bekannt. Bislang haben sich Wissenschaftler dabei vor allem auf Schäden konzentriert, die Tabakrauch den Eierstöcken zufügt. Ein spanisch-portugiesisches Medizinerteam hat nun gezeigt, dass Tabakkonsum nicht nur die Durchblutung der Eierstöcke vermindert, sondern auch direkte Auswirkungen auf das Gewebe der Gebärmutter hat und Schwangerschaften nach Eizellspenden erschwert.

Das Einnisten von Embryos gelinge in den Gebärmüttern von Raucherinnen seltener, schreiben Sérgio Soares vom IVI-Institut in Lissabon und seine Kollegen im Fachblatt "Human Reproduction". Starke Raucherinnen würden bei künstlicher Befruchtung nach einer Eizellspende deutlich seltener schwanger als Frauen, die nur wenig rauchten.

Die Forscher untersuchten die Erfolgsquote von Eizellspenden an insgesamt 785 Raucherinnen. Dabei wurden die Eizellen anderen Frauen - allesamt keine starken Raucherinnen - entnommen und später im Reagenzglas befruchtet. Keiner der Väter sei Raucher gewesen, berichtet die Gruppe um Soares. In einem dritten Schritt pflanzten die Forscher den Probandinnen die befruchteten Eizellen ein.

"Bei den Frauen, die nicht zu den starken Raucherinnen zählten, war die Schwangerschaftsrate signifikant höher", sagte Soares. Mehr als jede zweite Frau, die weniger als zehn Zigaretten täglich geraucht habe, sei nach der Behandlung schwanger geworden. Unter den 44 Probandinnen, die mehr geraucht hatten, habe dies nur bei jeder Dritten funktioniert.

Somit sei zum ersten Mal bestätigt worden, dass hoher Tabakkonsum unabhängig von den Auswirkungen auf die Funktion der Eierstöcke auch die Empfänglichkeit der Gebärmutter beeinträchtige, erklärte Soares.

hda/dpa