Terror-Anschläge: Traumata hielten an - DER SPIEGEL
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Terror-Anschläge Traumata hielten an

Laut einer psychologischen Studie amerikanischer Forscher befanden sich Teile der US-Bevölkerung ein halbes Jahr nach den Anschlägen auf das World Trade Center immer noch in einer psychischen Ausnahmesituation.
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Wissenschaftler der University of California arbeiteten während dem 11. September 2001 an einer größeren Studie zu psychischen Gesundheitsfragen. So konnte das Team um Roxane Cohen Silver unmittelbar die Auswirkungen des Attentates analysieren. Sechs Monate nach den Anschlägen konnten bei sechs Prozent der Bevölkerung immer noch Symptome festgestellt werden, die deutlich auf eine Traumatisierung durch die Septemberereignisse hinwiesen, wie BBC News berichtet.

Dabei handelte es sich größtenteils um Menschen, die nicht unmittelbar Zeuge der Katastrophe waren. Auch ergaben die Untersuchungen, dass nicht die Bürger am meisten traumatisiert waren, die direkt vor Ort waren.

Die Personen, die die stärksten Traumatisierungen aufwiesen, waren diejenigen, die die Ereignisse vom 11. September am stärksten verdrängt hatten. Die untersuchten Menschen wurden innerhalb der Studie in den ersten zwei Wochen, zwei Monaten und sechs Monaten nach den Terroranschlägen befragt. Insgesamt 933 Personen hatten an der Studie teilgenommen.

Sandro Galea von der New Yorker Academy of Medicine sagte, dass post-traumatische Stresssymptome seit dem 11. September unter New Yorker Bürgern weit verbreitet seien, diese jedoch mit der Zeit abklingen würden. Es handele sich, so der Mediziner weiter, um eine normale Reaktion auf ein abnormes Ereignis.