Traumstart: Ein Kronjuwel fürs Weltall - DER SPIEGEL
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Traumstart Ein Kronjuwel fürs Weltall

Die Internationale Raumstation bekommt Zuwachs: Mit dem Forschungslabor "Destiny" an Bord ist die amerikanische Raumfähre "Atlantis" zur ISS gestartet.
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Cape Canaveral - Das Shuttle hob in der Nacht zum Donnerstag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab - mit drei Wochen Verspätung. Defekte Kabel und die Angst vor einer möglichen Katastrophe hatten die Nasa dazu bewogen, den Start zu verschieben.

Die Vorsicht war berechtigt: Mit dem 1,4 Milliarden Dollar teuren Labor "Destiny" hat der Orbiter nicht nur eine äußerst wertvolle Fracht an Bord, die ISS-Erweiterung zählt auch zu den Herzstücken der Internationalen Raumstation.

"Destiny" ist das erste von mindestens drei Forschungsmodulen der Station. Wenn das 8,4 Meter lange und 13.500 Kilogramm schwere Labor während des Flugs beschädigt oder zerstört würde, würde das den Bau von "Alpha" nach Ansicht von Experten um Jahre zurückwerfen. "Dies ist unser Kronjuwel", sagte Mark Stephenson, der beim US-Konzern Boeing für das Weltraumprogramm mitverantwortlich ist.

Neben den Forschungsmöglichkeiten bietet das Forschungsmodul "Destiny" den unter engen Verhältnissen lebenden Langzeitbewohnern der Raumstation einen vierten Aufenthaltsraum. Außerdem ermöglichen die Rechner der Nasa mehr Kontrolle über die täglichen Operationen an Bord der Station.

Die erste Langzeitbesatzung der ISS, US-Kommandant Bill Shepherd sowie die russischen Kosmonauten Jurij Gidsenko und Sergej Krikaljow, war Anfang November in ihr 60 Milliarden Dollar teures Domizil gezogen. Die Raumstation ist ein Gemeinschaftsprojekt von 16 Nationen, darunter auch Deutschland.

Am Freitag soll die Atlantis an die Station andocken. Um das Modul mit der Station zu verbinden, sind drei Außeneinsätze der Shuttle-Astronauten geplant. Das schwierigste Problem dürfte die Verbindung der "Destiny"-Computer mit den russischen Computern im Kommandomodul der ISS sein. Die gesamte Mission soll elf Tage dauern.

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