US-Bevölkerungsentwicklung Weiße ab 2042 in der Minderheit
305 Millionen Einwohner haben die Vereinigten Staaten derzeit, mehr als 60 Prozent davon sind Weiße. Doch das Verhältnis der Bevölkerungsgruppen in den USA wird sich in den kommenden Jahrzehnten nachhaltig verändern, wie das amerikanische Census Bureau mitteilt. Laut einer neuen Prognose bilden die Weißen im Jahr 2050 nicht mehr die Mehrheit aller US-Bürger, ihr Anteil wird dann bei nur noch 46 Prozent liegen. 2050 sollen in den USA demnach 439 Millionen Menschen leben, fast 134 Millionen mehr als heute.
Bereits im Jahr 2042, und damit acht Jahre früher als bislang angenommen, wird der Anteil der europäischstämmigen US-Bürger auf unter 50 Prozent sinken. "Die weiße Bevölkerung ist älter und besteht im wesentlichen aus Baby Boomern, welche die Phase der höchsten Fruchtbarkeit längst hinter sich hat", sagte William Frey, Demograf am Washingtoner Think Tank Brookings Institution. "Die Zukunft Amerikas wird von den heute jungen Menschen bestimmt."
Die Verschiebungen führen die Forscher auf unterschiedliche Geburtsraten in den verschiedenen Bevölkerungsgruppen zurück. So wird es 2050 knapp 133 Millionen Lateinamerikaner in den USA geben, aktuell sind es nicht einmal 50 Millionen.
Auch die Zahl der farbigen US-Bürger wird bis 2050 stark steigen, ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung bleibt mit 15 Prozent aber nahezu konstant. Bei den Lateinamerikanern hingegen erhöht sich die Quote von aktuell 15 Prozent auf 30 Prozent im Jahr 2050. Asiaten kommen bis Mitte des Jahrhunderts auf 9 Prozent, derzeit sind es 5 Prozent.
hda/AP