USA West-Nil-Virus breitet sich aus
Washington - An der Ostküste der USA breitet sich das West-Nil-Virus Forschern zufolge offenbar weiter nach Süden aus. US-Wissenschaftler teilten mit, das auch auf den Menschen übertragbare Virus sei nun auch in einem Krähen-Kadaver im Bundesstaat North Carolina und damit so weit südlich wie nie zuvor entdeckt worden. Der infizierte Vogel sei im Bezirk Chatham gefunden worden.
Einer der Forscher erklärte, es überrasche ihn nicht, wenn das Virus auch noch weiter im Süden nachgewiesen werde. Das West-Nil-Virus befällt Vögel, kann aber durch Stechmücken auch auf Menschen übertragen werden. Bei einer Infektion treten in leichten Fällen nur grippeähnliche Symptome auf. In seltenen Fällen kommt es jedoch zu einer Gehirnentzündung, die für ältere oder immungeschwächte Menschen tödlich enden kann.
In den USA war der Krankheitserreger erstmals vergangenes Jahr in New York aufgetreten, wo sieben Menschen am West-Nil-Fieber starben. Infizierte Stechmücken und Vogelkadaver wurden aber auch in anderen Bundesstaaten an der Atlantikküste gefunden. Der New Yorker Central Park wurde zeitweise gesperrt und großflächig mit Insektenschutzmitteln besprüht.
In diesem Jahr starb bereits ein älterer Mann im Bundesstaat New Jersey an dem Virus, mindestens 16 Menschen erkrankten. Der Erreger war 1937 im afrikanischen Uganda entdeckt worden, hatte bis zum vergangenen Jahr aber offenbar nie Menschen in der westlichen Hemisphäre befallen.