Wasserstoff: Neue Speichermethode entwickelt - DER SPIEGEL
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Wasserstoff Neue Speichermethode entwickelt

Ein ernstzunehmender Ersatz für Benzin war Wasserstoff bislang nicht, denn sinnvolle Methoden zur Speicherung des Gases fehlten. Mit einer neuen Technik könnte Wasserstoff nun doch zum umweltfreundlichen Treibstoff der Zukunft aufsteigen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Mit Hilfe einer Reihe von Magnesiumlegierungen, die Wissenschaftler der Australischen Universität Queensland geschaffen haben, könnten die bisherigen Probleme der Wasserstoffspeicherung überwunden werden. Das teilt der Australisch-Neuseeländische Hochschulverbund mit.

Die Forscher seien in der Lage, Legierungen herzustellen, die Wasserstoff wie ein Schwamm aufnehmen. In dem Material lässt er sich sicher über lange Zeiträume speichern und bei Bedarf abgeben, wenn Druck oder Temperatur verändert werden, sagt Arne Dahle, einer der beteiligten Wissenschaftler. Alle gegenwärtigen Verfahren seien teuer und hätten Leistungsdefizite.

Ein Auto mit 100 Kilogramm Last konnten die Wissenschaftler bereits 500 Kilometer weit bewegen. Zumindest unter Laborbedingungen war die Speicherfähigkeit der Magnesiumlegierungen dafür ausreichend. "Die Veränderungen an der Nano-Struktur der Legierung könnten es uns ermöglichen, einen realisierbaren Lösungsvorschlag für die sichere und ökonomische Verwendung von Wasserstoff als Treibstoffquelle zu erarbeiten", sagt Dahle. Die Forscher hoffen, dass sie ihre Technologie bald zur Serienreife bringen können.