Wer fiebert, darf nicht fahren
Am Bahnhof von Shanghai zeigt eine Wärmekamera mit Monitor die Körpertemperatur der Reisenden an. Fahrgäste mit Fieber-Symptomen werden aus dem Verkehr gezogen. Die Regierung hat die Chinesen aufgerufen, möglichst nicht zu reisen. Die normalerweise einwöchigen Ferien am Beginn des Mai sind auf fünf Tage verkürzt worden.
Die Hoffnung, dass sich die lebensgefährliche Lungenkrankheit durch Quarantänemaßnahmen eindämmen lässt, schwindet derweil weiter. Die Zahl der Fälle in China stieg dramatisch an. Am Samstag berichteten die Behörden von 181 neuen Erkrankungen, neun weitere Menschen starben.
Alarm schlug die Weltgesundheitsorganisation WHO in Hongkong: Dort wurden am Samstag mehrere Fälle bekannt, bei denen SARS-Patienten Rückfälle erlitten, nachdem sie die Krankenhäuser als geheilt verlassen hatten.