Mondbäume gesucht - DER SPIEGEL
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BOTANIK Mondbäume gesucht

• aus DER SPIEGEL 35/2002
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Auf dem Erdball verstreut leben Hunderte von Kreaturen, die in jungen Jahren schon einmal zum Mond und zurück geflogen sind: Bäume. Wo genau die weit gereisten Gewächse, unter ihnen Kiefern und Douglasien, wurzeln, ist zumeist jedoch nicht bekannt. Jetzt hat sich Dave Williams von der US-Raumfahrtbehörde Nasa darangemacht, diese »Mondbäume« aufzuspüren. Die pflanzlichen Raumfahrer haben eine Odyssee hinter sich, die 1971 im Gepäck des Astronauten Stuart Roosa begann: Als Samen, verstaut in einem Metalldöschen, umkreisten sie 34-mal den Mond. Den Ausflug in die Schwerelosigkeit überstanden sie ebenso wie jenen Zwischenfall, der sich bei der Rückkehr zur Erde zutrug: Im Vakuum der Dekontaminationskammer zerbarst die Dose, die Samen mussten aufgelesen werden. Im Labor keimten sie dann zu Setzlingen heran, die Abnehmer in aller Welt fanden. An das Weiße Haus in Washington wurde geliefert und an den japanischen Kaiserpalast. Aber keiner habe festgehalten, wo genau die vielen Mondbäume gepflanzt wurden, klagt Dave Williams, der nun auf Hinweise aus der Bevölkerung hofft. Immerhin rund 50 der Astronauten-Bäume hat er bisher aufgespürt (http://nssdc.gsfc.nasa.gov/ planetary/lunar/moon_tree.html).

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