28-Meter-Brecher: "Ivan" hat Riesenwellen geschlagen - DER SPIEGEL
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28-Meter-Brecher "Ivan" hat Riesenwellen geschlagen

Der Hurrikan "Ivan" hat einige der höchsten Wellen verursacht, die je gemessen wurden. Im Golf von Mexiko hat der Sturm Brecher von fast 30 Metern Höhe aufgepeitscht. Forscher vermuten, dass Wellen in Wirbelstürmen bisher generell unterschätzt wurden.
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Als "Ivan" im vergangenen Herbst durch die Karibik zog, hinterließ er eine Spur der Verwüstung. Für Wissenschaftler des Naval Research Laboratory in Mississippi aber war der Wirbelsturm ein wertvoller Datenlieferant. Mit Unterwasser-Drucksensoren haben sie die Wellenhöhen in der Nähe des Sturmzentrums erfasst - und überraschende Ergebnisse erzielt.

"Wir haben bis zu 28 Meter hohe Wellen gemessen", sagte Teamleiter William Teague. Dabei seien die größten Wellen den Messgeräten vermutlich sogar entgangen, schreiben die Forscher im Fachblatt "Science" (Bd. 309, S. 896).

Die höchsten Wellen erhoben sich demnach an den Standorten der Sensoren, als das Auge des Wirbelsturms rund 75 Kilometer entfernt war. 24 von insgesamt 146 analysierten Wellen waren nach Angaben der Wissenschaftler höher als 15 Meter. Den Küstenbewohnern wurden die Brecher allerdings nicht gefährlich: Sie verschwanden rund 80 Kilometer vom Land entfernt.

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Riesenwelle: Hurrikan "Ivan" peitschte das Meer auf

Foto: NASA / MODIS

Die Messungen zeigen nach Meinung von Teague und seinen Kollegen, dass die bisherigen Modelle die Höhe von Hurrikanwellen grundsätzlich unterschätzen. Dahinter vermuten die Forscher die Tatsache, dass bisher fast alle Versuche, die Riesenwellen direkt zu messen, gescheitert sind.

Eine Ausnahme ist das "MaxWave"-Projekt der EU. Zwei Radarsatelliten der europäischen Raumfahrtagentur Esa haben die Meeresoberfläche über längere Zeit präzise vermessen. Die im Juli 2004 veröffentlichten Ergebnisse besagten, dass Monsterwellen keineswegs Seemannsgarn sind, wie lange vermutet wurde. Die sogenannten Freak Waves - die nichts mit Seebeben oder Tsunamis zu tun haben - scheinen vielmehr regelmäßig vorzukommen. Selbst 40-Meter-Riesen sollen keine Seltenheit sein.

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