Alaska Umstrittene Wolfsjagd aus dem Flugzeug
Anchorage - Der Plan wurde vom Bundesstaat Alaska gefasst. Jägern soll es ermöglicht werden, etwa 40 Wölfe aus dem Umland von McGrath vom Flugzeug aus zu jagen, berichtet die Zeitung "Anchorage Daily News". In einer 14-seitigen Urteilsbegründung stellt Richter Sharon Gleason fest, es gebe keine gesetzliche Handreiche, den Plan zur Dezimierung des Wolfsbestands zu verschieben.
Staatliche Biologen unterstützen den Abschuss. Sie argumentieren, die Reduzierung der Wölfe in der Gegend führe dazu, dass sich der Bestand von Elchen erhole. Auch Karibu-Herden seien dadurch besser geschützt.
Die Gegner der Abschussentscheidung, USA-weit engagierte Kämpfer für Tierrechte und sieben Einwohner Alaskas, sagen, der Elchbestand sei groß genug. Es gebe keine hinreichende Begründung, die Wölfe zu töten. Sie wollen in Berufung gehen und drohen als letztes Mittel damit, Touristen dazu aufzurufen, von Reisen nach Alaska abzusehen.
Der Staat Alaska hat bereits drei Teams, bestehend aus Piloten und Schützen, die Erlaubnis erteilt, die Wölfe aus Flugzeugen abzuschießen. Ihr Lohn: die erschossenen Tiere.
Nach Schätzungen staatlicher Biologen leben in Alaska zwischen 8000 und 11.000 Wölfe. Sie sind nicht als eine vom Aussterben bedrohte Tierart eingestuft.