Schlangen-Hashtag #EatenAlive "Anakonda: 1 - Wissenschaft: 0"
Mit einem umstrittenen Schlangen-Beitrag hat der Discovery Channel in den USA Tierschützer und Zuschauer verärgert. Protagonist Paul Rosolie hatte angekündigt, sich in einem speziellen Schutzanzug von einer Anakonda verschlingen zu lassen - dann war allerdings nur für einige Minuten zu sehen, wie sich das Reptil um seinen Körper schlang und das offene Maul anlegte. Dann brach Rosolie das Experiment wegen zu großer Schmerzen im Arm ab.
Schon vor der Ausstrahlung hatte der Beitrag für Furore gesorgt. Allein der Trailer wurde 18 Millionen Mal angeklickt. Fast 38.000 Unterzeichner einer Online-Petition wollten die Ausstrahlung stoppen. Experten bezeichneten den Versuch im Voraus als Tierquälerei und zweifelten an dessen Echtheit. Auch während der Sendung äußerten zahlreiche Twitter-Nutzer ihren Unmut über das vorgebliche Ansinnen, mit solch einem Experiment für den Naturschutz zu werben:
Die Nutzerin "D(oc) Oc(k)" aus Pittsburgh, Pennsylvania, sah den über den Discovery Channel und Paul Rosolie hereinbrechenden Sturm der Entrüstung voraus:
So kam es dann auch: Der 27-jährige Rosolie fand sich nicht in einer Schlange wieder, sondern in einem veritablen Shitstorm. Der Hashtag #EatenAlive wurde seitdem mehr als achtzigtausendmal verwendet, meist mit negativer Konnotation.
Dabei hätte doch alles so schön werden können. Manche Nutzer erhofften sich von dem kontroversen Experiment einen schönen, vorweihnachtlichen Fernsehabend für die ganze Familie:
Doch es kam bekanntlich anders und die Enttäuschung war groß:
Während die einen enttäuscht waren, dass sie den karnivoren Akt nicht vorgeführt bekamen, fragten sich einige, was ein solcher Zirkus über seine Betrachter aussagt. Etwa, dass sie nicht sonderlich klug seien und sich im Interesse der Allgemeinheit wohl besser nicht fortpflanzen sollten:
Für Ryan Tunney aus dem kleinen Ort Clemson in South Carolina zählte allerdings nur eins: Was es über seinen Mobilfunkanbieter Sprint aussage, wenn ein Typ im Regenwald aus einer Schlange heraus Funkempfang habe, er, Tunney, in seinem Keller aber im Funkloch hocken müsse:
Außerdem gab es noch Vorschläge für Fortsetzungen der Sendung:
Katy Crutcher, laut ihrer Twitter-Biografie angehende Lehrerin aus Lubbock, Texas, zog am Ende folgendes Fazit: