Chinesische Forscher: Zum Panda-Klonen fehlt nur ein Schritt - DER SPIEGEL
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Chinesische Forscher Zum Panda-Klonen fehlt nur ein Schritt

Chinesische Wissenschaftler hoffen auf einen baldigen Erfolg ihres Panda-Klonprogramms. Angeblich fehlt nur noch eine geeignete Leihmutter, in der die Embryos heranreifen könnten.
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China steht möglicherweise kurz vor dem Klonen des vom Aussterben bedrohten Riesenpandas. Die Forscher müssten jetzt nur noch herausfinden, wie ein Pandafötus im Bauch einer Leihmutter bis zur Geburt am Leben gehalten werden könne, sagte der Leiter des Panda-Klonprogramms, Chen Dayuan, nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

"Zwischen unserem Land und dem erfolgreichen Klonen von Pandas steht nur noch ein Problem", erklärte Chen bei einer Festansprache zum zehnjährigen Bestehen des Panda-Forschungszentrums in Fuzhou. Zwei wichtige Herausforderungen seien in den letzten Monaten gelöst worden: Forscher könnten nun mit Hilfe einer artfremden Eizelle einen Panda-Embryo herstellen und diesen dann in den Uterus einer Leihmutter einpflanzen.

Den chinesischen Klonexperten war es erstmals 1998 gelungen, mit Hilfe einer Hasen-Eizelle einen Panda-Embryo zu produzieren. Nach Angaben von Chen ist nur eines von fünf Pandaweibchen in der Lage, voll ausgereifte Eizellen zu produzieren. Zur niedrigen Fortpflanzungsrate trägt außerdem die Lustlosigkeit von vielen im Zoo gehaltenen Männchen bei.

Im vergangenen Jahr hatten die Wissenschaftler dem Bericht zufolge ein Panda-Embryo in eine Katze verpflanzt. Die Leihmutter starb jedoch nach zwei Monaten, und seitdem wurde das Experiment nicht wiederholt. Jetzt planten die Forscher eine Neuauflage des Versuchs mit einer dem Panda ähnlicheren Art, etwa einem Bären, sagte Chen.

Andere Experten zeigten sich skeptisch. Wang Dajun, Pandaforscher an der Universität von Peking, äußerte Zweifel daran, dass eine Wiederholung des Experiments von 1998 glücken werde. Selbst bei Gelingen sei völlig unklar, wie gesund die so gezeugten Tiere wären. Wang sprach sich stattdessen für verbesserte Programme zum Schutz der rund 1000 noch im Südwesten Chinas lebenden wilden Pandas aus.