Das Virus: Selten tödlich, aber hochansteckend - DER SPIEGEL
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Das Virus Selten tödlich, aber hochansteckend

Das Virus befällt vor allem Schafe, Schweine und Rinder: Erkrankte Tiere bekommen zunächst hohes Fieber, dann bilden sich Blasen im Maul oder an den Klauen. Beim letzten großen Ausbruch der Seuche 2001 wurden sechs Millionen Tiere getötet.
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Nur selten verläuft die Krankheit tödlich, doch Jungtiere überleben die Seuche schwer. Die Maul- und Klauenseuche führt aber zur Lahmheit der Tiere und zu einer niedrigeren Milchproduktion. Keulung - die komplette Tötung des Tierbestandes eines betroffenen Hofs - ist die gängige Methode, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Der Krankheitsverlauf ist unterschiedlich: Von der Ansteckung bis zu den ersten Symptomen können zwischen 24 Stunden und zehn Tagen vergehen. Durchschnittlich beträgt die Dauer drei bis sechs Tage. Bei Menschen kommt die Krankheit nur äußerst selten vor und ist ungefährlich.

Das Virus reagiert sehr empfindlich auf Hitze, direkte Sonneneinstrahlung und Desinfektionsmittel. Kälte und Dunkelheit halten es am Leben. Übertragen wird es durch direkten Kontakt oder im Futter der Tiere. Über die Luft kann sich das Virus kilometerweit ausbreiten.

2001 war der letzte große Ausbruch der Seuche in Großbritannien: 2030 Fälle wurden im gesamten Land gezählt. Mehr als sechs Millionen Tiere mussten gekeult werden, davon rund fünf Millionen Schafe. Die Nutzvieh-Industrie hatte schwer unter dem Exportverbot zu leiden: Schätzungen zufolge führte der Exportstopp zu finanziellen Verlusten von wöchentlich 12 Millionen Euro.

amz/Reuters

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