Durchsichtige Mäuse am Caltech - DER SPIEGEL
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Durchsichtige Mäuse Ich seh in dich hinein!

Erstmals gelang es Forschern, ganze Mäuse transparent zu machen und so Einblick in feine Details der Physiologie zu geben. Die neue Technik soll mehr verraten als Röntgengeräte und Computertomografien - eines Tages auch über den Menschen.
Bis auf die Knochen: Wissenschaftler haben Mausgewebe durchsichtig gemacht
Bis auf die Knochen: Wissenschaftler haben Mausgewebe durchsichtig gemacht

Bis auf die Knochen: Wissenschaftler haben Mausgewebe durchsichtig gemacht

Foto: AP/ Cell, Yang et al
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New York - Biologen haben die Organe von Mäusen durchsichtig gemacht. Die Nager haben die Prozedur nicht überlebt, die Wissenschaftler jedoch erhoffen sich Erkenntnisse über die Physiologie der Tiere. Die Studie wurde im Fachmagazin "Cell"  veröffentlicht.

Die Wissenschaftler um Viviana Gradinaru vom California Institute of Technology schläferten die Tiere ein und zogen ihnen die Haut ab. Dann leiteten sie einen Chemiecocktail durch die Blutgefäße der Nager, ins Gehirn und ins Rückenmark. Teile der Chemikalien bildeten ein Netz, um das Gewebe der Nager in Form zu halten, andere wuschen Fette aus. Die Prozedur dauert eine Woche - für durchsichtige Ratten brauchen die Forscher zwei Wochen, berichtet Gradinaru.

Seit mehr als hundert Jahren arbeiten Wissenschaftler mit transparentem Gewebe. Der Nachrichtenagentur AP zufolge ist es das erste Mal, dass ganze Mäuse durchsichtig gemacht wurden. Im vergangenen Jahr hatten Wissenschaftler ein Mausgehirn transparent gemacht; im Jahr 2009 präsentierten japanische Forscher lebendige transparente Goldfische - eine Züchtung.

Durchsichtiges Gewebe soll mehr über das Innenleben der Mäuse verraten, als Röntgenstrahlen und Computertomografien es tun. Das Nervensystem oder die Verbreitung von Krebs könnten mit der neuen Technik untersucht werden. Gradinaru denkt außerdem an menschliche Gewebeproben, die so untersucht werden könnten.

isa/AP

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