Twitterhype um Video Eine Echse kämpft um ihr Leben - und wie
Die Situation scheint ausweglos: Eine junge Meerechse ist in ein Gebiet voll hungriger Schlangen geraten. Jede Bewegung könnte sie nun das Leben kosten.
Das Video ist ein Ausschnitt aus der Dokumentation "Planet Earth 2", die am Samstag bei BBC ausgestrahlt wurde und ab 1. Januar unter dem Titel "Eine Erde, viele Welten" im ZDF laufen soll. Bis zum Dienstag entwickelte sich die Szene zum Trend in sozialen Netzwerken. Das Video zeigt, wie es der Echse gelingt, den Schlangen zu entkommen, obwohl sie entdeckt wird.
"Die Augen der Schlange sind nicht besonders gut, aber sie können Bewegungen wahrnehmen", erklärt der Sprecher David Attenborough zu Beginn. "Wenn die Echse ihre Nerven behält, könnten die Schlangen sie übersehen."
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Die Aufnahmen zeigen, wie sich eine Schlange der Echse nähert und diese erstarrt. Nur die Augen bewegen sich. Als die Schlange doch zu nah kommt, rennt ihr potenzielles Opfer los. Die Jagd beginnt. Aus zahlreichen weiteren Felsspalten kriechen hungrige Schlangen hervor und verfolgen die Echse. Jetzt, wo sie sich bewegt, ist sie den Angreifern ausgeliefert. Die Tarnung auf dem felsigen Untergrund ist dahin.
Kurz gelingt es den Schlangen sogar, die Echse zu umschlingen. Doch diese befreit sich und klettert die Felsen hinauf, weiter verfolgt von mehreren Schlangen. Durch größere Sprünge gewinnt das Jungtier Abstand zu den Verfolgern, kann sie aber nicht abhängen. Erst ein beherzter Sprung über eine Felsspalte rettet der Echse das Leben.
Nahrungssuche im Wasser
"Wahrscheinlich die großartigste Szene der Dokumentarfilmgeschichte. Unglaublich", schreibt der Verfasser des Posts. Sein Beitrag mit dem Video wurde seit Montag mehr als 150.000 Mal auf Twitter geteilt. Zwischenzeitlich hatten Nutzer Probleme, das Video abzuspielen.
Ausgewachsene Galapagos-Meerechse
Foto: imagoMeerechsen leben vor allem an den Felsküsten der Galapagos-Inseln und gehören zu den Leguanen. Sie sind die einzige noch lebende Echsenart, die ihre Nahrung im Meer sucht - vor allem Tang und Algen stehen auf ihrem Speiseplan. Allerdings können die Tiere nur begrenzte Zeit im Meer verbringen, da sie wechselwarm sind. Zwischen den Schwimmausflügen müssen sie sich immer wieder in der Sonne aufwärmen.
Neben Schlangen jagen auch verwilderte Katzen und Straßenhunde die Meerechsen. Die vom Mensch eingeschleppten Angreifer sind auch in der Lage, ausgewachsene Exemplare zu erbeuten. Die größten Meerechsen werden bis zu 1,30 Meter lang.