Enormer Eisberg: Kollision in der Antarktis - DER SPIEGEL
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Enormer Eisberg Kollision in der Antarktis

Ein kilometerlanger Eisberg ist mit dem Ende eines gewaltigen Gletschers zusammengestoßen. Der Eiszunge fehlt nun die Spitze - und Forscher wissen etwas mehr über antarktische Meeresströmungen.
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Der wuchtige Rammstoß blieb nicht folgenlos: Der enorme Eisberg C-16 brach die östliche Spitze der Drygalski-Eiszunge ab, die nun ihrerseits als Eisberg durch die antarktische See treiben wird.

Grund der Kollission war offenbar, dass C-16 nicht schnell genug in offene Gewässer geriet, wie es aufgrund der Windverhältnisse zu erwarten gewesen wäre. "Offenbar wurde der Eisberg hauptsächlich von Oberflächenströmungen des Ozeans und nicht vom Wind gesteuert", sagt Mark Drinkwater von der Abteilung Ozean und Meere der Europäischen Raumfahrtbehörde Esa. Während seiner Reise sei der Eisberg um und in den McMurdo-Sund getrieben worden, bevor er nach Norden hätte abtreiben können.

Der rammende Riese ist mit 18,5 Kilometern Breite und 55 Kilometern Länge immerhin knapp halb so lang wie B-15A, der im vergangenen Jahr mit derselben Gletscherzunge kollidiert war. Auch er hatte der Drygalski-Zunge ihre Spitze abgebrochen und war als größtes schwimmendes Objekt der Erde apostrophiert worden. B-15A hatte in etwa die Größe Luxemburgs.

Von der neuerlichen Kollision erfuhren die Wissenschaftler durch das Asar-Instrument des Erdbeobachtungs-Satelliten Envisat. Auch durch Wolken oder Dunkelheit hindurch lassen sich damit Aufnahmen machen. Das Radarbild hat eine Auflösung von 150 Metern.

Für die Forschung sind die Routen der Eisriesen interessant, weil sie Details über die Meeresströmungen um die Antarktis herum offenbaren, sagte Drinkwater.

stx

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