Genmais: Überwachung mit Lücken - DER SPIEGEL
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Genmais Überwachung mit Lücken

Landwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) hat sich bei der Aufhebung eines vorläufigen Handelsverbots einer Genmais-Sorte über schwerwiegende Bedenken des Bundesamtes für Naturschutz hinweggesetzt.
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Die Experten des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) halten den geforderten Überwachungsplan der Hersteller-Firma Monsanto für die Sorte "Mon810" für unzureichend. Dieser war aber die Voraussetzung dafür, dass das genmanipulierte Saatgut wieder verkauft werden darf.

Wegen möglicher Umweltgefahren hatte Seehofer die umstrittenen Maissorte erst am 26. April vom Markt nehmen lassen. Monsanto sollte einen Neun-Punkte-Plan zur Beobachtung der Umweltauswirkungen vorlegen. Fünf der Punkte habe Monsanto nicht berücksichtigt, zwei weitere nur unzureichend behandelt, monieren die Prüfer im BfN. Trotzdem gab Seehofer am 6. Dezember grünes Licht für den Wiederverkauf.

Derzeit darf der Genmais nur aufgrund einer Übergangsregelung angebaut werden - außer in Österreich, Polen, Ungarn und Griechenland. Diese EU-Staaten sind ausgeschert und haben den Anbau wegen der Umweltrisiken verboten.

Per Hinrichs