Jagdmethode Der Knotentrick der Wasserschlange
Die Gerards Wasserschlange wird zwar nur bis zu einem halben Meter lang, doch oft ist ihre Beute viel größer. Bei der Untersuchung des Mageninhalts seien erstaunlich große Teilstücke gefunden worden, berichten Wissenschaftler von der University of Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio im britischen Fachmagazin "Nature".
Um diese zu verschlingen, habe die Wasserschlange ein ungewöhnliches Fangverhalten entwickelt, erzählt Projektleiter Bruce Jayne. Mit dem Maul packt die Schlange eine Krabbe. Zugleich formt sie mit dem Körper eine Schlaufe, in die sie ihre Beute legt. Dann zerrt sie so lange an ihrem Opfer, bis Beine oder Teile des Körperpanzers abreißen. Auf diese Weise kann die Schlange sogar Krabben töten, die mehr wiegen als sie selbst.
Der "Knotentrick" von Gerarda prevostiana ist nach Ansicht Jaynes eine noch junge Erfindung in der Evolution. Dies zeige der Vergleich mit der nahen Verwandten Fordonia leucobalia. Diese schlängelt sich zwar auch durch die Mangrovenwälder an der Küste Singapurs. Im Gegensatz zur Gerarda prevostiana bevorzugt Fordonia leucobalia aber gepanzerte Krabben am Stück.