Langhalsiger Saurier: Nessie lebte tatsächlich - DER SPIEGEL
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Langhalsiger Saurier Nessie lebte tatsächlich

Nicht allzu weit vom schottischen Loch Ness entfernt haben Forscher die Überreste eines Tieres entdeckt, das an ein Seeungeheuer erinnert. Die Bestie gab es offenbar wirklich - allerdings vor 132 Millionen Jahren.
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Nessi-Fans, die fest an die Existenz des Ungeheuers von Loch Ness glauben, haben ein neues Argument zur Hand. Gut 400 Kilometer vom schottischen See entfernt, in der Nähe des ostenglischen Küstenorts Scarborough, paddelte einst ein langhalsiges, vierflossiges Tier durchs Wasser. Einziger Schönheitsfehler: Die Bestie starb bereits vor 132 Millionen Jahren.

Wie die Zeitung "The Independent" am Freitag berichtete, haben Wissenschaftler auf einer Klippe das fast vollständige Skelett eines so genannten Plesiosauriers freigelegt. Die herausragende Wirbelsäule des über vier Meter hohen Meeresreptils, das vermutlich eine zuvor unbekannte Art darstellt, hatte ein Amateur-Fossilenjäger entdeckt. Experten zufolge handelt es sich um einen bedeutenden Fund.

In der Gegend waren früher bereits 200 Millionen Jahre alte Knochen von Plesiosauriern ausgegraben worden, in den USA fand man 90 Millionen Jahre alte Überreste. Fossilien aus der dazwischen liegenden Epoche waren bislang jedoch Mangelware. Das jetzt entdeckte Skelett stamme "aus einer Zeit, aus der wir bisher kaum etwas über ihre Evolution gewusst haben", sagte Mark Evans, Kurator für Geologie am Museum in Leicester, dem Blatt.

Dass sich heute noch Nachfahren des Urviechs im Loch Ness tummeln, hält der Dinosaurier-Experte Will Watts jedoch für ausgeschlossen. Allerdings muss er zugeben, dass der Plesiosaurier dem Seeungeheuer äußerlich recht nahe kommt: "Wenn er seinen Kopf aus dem Wasser gestreckt hätte", so der Fachmann, "hätte er genauso ausgesehen wie das Etwas auf diesem Nessie-Foto, das sich als Fälschung herausgestellt hat."

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