London: Todesursache des Wals geklärt - DER SPIEGEL
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London Todesursache des Wals geklärt

Der Wal, der am Wochenende die Themse hinauf bis nach London geschwommen war, beschäftigt die Briten über seinen Tod hinaus. Experten haben jetzt bei einer Obduktion festgestellt, dass der Meeressäuger an einer Kombination aus mehreren Ursachen gestorben ist.
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London - Austrocknung, Muskelschäden und Nierenversagen haben den Entenwal getötet, teilten Veterinäre und Meeresbiologen der Zoological Society of London am heutigen Mittwoch mit. Sie hatten den 5,85 Meter langen und etwa elf Jahre alten Meeressäuger zuvor obduziert.

Die Walkuh hatte sich aus der Nordsee in die Themse verirrt und war am vergangenen Freitag unter den Augen Zehntausender durch das Zentrum Londons geschwommen. Sie verletzte sich mehrfach und strandete am Samstag bei Ebbe. Anschließend hielt eine dramatische Rettungsaktion die Bewohner Londons und Fernsehzuschauer in aller Welt in Atem: Helfer versuchten, die Walkuh auf ein Schiff zu hieven und in die Nordsee zurückzubringen. Doch das Tier starb wenig später an Bord des Lastkahns.

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London: Wal löst Rettungsaktion aus

Foto: AFP

Warum der Meeressäuger in die Themse gelangte, wird wohl nie abschließend geklärt werden. Britische Medien hatten spekuliert, Sonargeräte von Militärschiffen könnten den Orientierungssinn des Tieres gestört haben. Das aber hält der Veterinärpathologe Paul Jepson, der die Obduktion durchführte, für unwahrscheinlich. Vermutlich sei die Walkuh vom Atlantik in die Nordsee geschwommen, nachdem sie oberhalb von Schottland den falschen Weg eingeschlagen habe. Anschließend habe sie versucht, westwärts in den Atlantik zurückzukehren und sei so in die Themse gelangt.

Jepson konnte keine Gesundheitsschäden als Todesursache ausmachen. Bluttests hätten gezeigt, dass die Walkuh in einem guten Zustand und weitgehend frei von Parasiten gewesen sei. Auch innere Verletzungen habe er nicht feststellen können.

Die Knochen der Walkuh sind inzwischen zur Reinigung im Londoner Natural History Museum angelangt, berichtete die britische BBC. Das gesamte Skelett soll später Wissenschaftlern zu Studienzwecken zugänglich sein.

"Der Wal ist nicht umsonst gestorben", sagte Jepson. "Dieser Vorfall hat eindeutig gezeigt, dass die Nation die Erhaltung dieser Tiere leidenschaftlich unterstützt." Die Kosten der Rettungsaktion wurden auf mehr als 100.000 Pfund (rund 150.000 Euro) geschätzt.

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