Luxor Gut erhaltene Königinnen-Statue entdeckt
Der Karnak-Tempel nahe Luxor fasziniert Ägypten-Reisende seit eh und je. Gigantische, mehr als 30 Meter hohe Säulen reihen sich aneinander, diverse Tempel sind auf dem ausgedehnten Gelände verstreut. Unter einer Statue des Königs Amenophis III. haben amerikanische Forscher jetzt eine besonders schöne Statue der Pharaonengemahlin Teje ausgegraben. Die gut erhaltene Skulptur aus schwarzem Granit ist 1,60 Meter hoch. Entdeckt wurde sie im Mut-Tempel von Archäologen der Johns Hopkins University, die bereits seit Jahren in Karnak graben.
Nach Informationen der ägyptischen Altertümerverwaltung ist auf der Statue der Name des Teje-Gemahls König Amenophis III. eingraviert und bis heute mit bloßem Auge lesbar. Auch das wahrscheinlich idealisierte Gesicht der Mutter von Echnaton sei gut zu erkennen. Nur die Nase ist abgebrochen.
Königin Teje, die ihren Gatten überlebte, gilt als eine der mächtigsten Frauen im Alten Ägypten. Sie war bekannt für ihren großen politischen Einfluss, den sie sowohl auf ihren Mann und nach dessen Tod auch auf ihren Sohn Echnaton ausübte. Echnaton wurde berühmt als erster Herrscher der Weltgeschichte, der eine monotheistische Staatsreligion einführte. Der Kult um den Sonnengott Aton wurde jedoch später unter Echnatons Sohn Tutanchamun revidiert.
Teje und Amenophis III. lebten in der 18. Dynastie um etwa 1400 vor Christus - die genauen Lebensdaten sind unter Historikern umstritten.