Mammutzahn in Dresden entdeckt von Baggerfahrer - DER SPIEGEL
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Dresden: Mammutzahn auf der Baustelle

Foto: Matthias Hiekel/ dpa

Dresden Baggerfahrer entdeckt Mammutzahn

Ein Meter lang, 3,6 Kilogramm schwer: Auf einer Baustelle in Dresden hat ein Baggerfahrer den Stoßzahn eines Mammuts entdeckt. Finden sich im Boden weitere Spuren des Eiszeit-Giganten?
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"Unklar ist, ob das Mammut Jagdbeute war oder eines natürlichen Todes starb", sagte Thomas Westphalen vom Landesamt für Archäologie Sachsen. Er präsentierte den Zahn des Tieres, der vor zwei Wochen bei Bauarbeiten gefunden worden war, nun in Dresden.

Der Zahn wiegt 3,6 Kilo, ist ein Meter lang und in drei Teile gebrochen. Das Stück könnte einem etwa siebenjährigen Jungtier gehört haben, berichtet das Landesamt. Für die Region sei der Fund selten. Archäologen suchen am Fundort nun nach weiteren Spuren des Eiszeitgiganten.

Gelebt hat das Mammut vor etwa 50.000 Jahren, während der jüngsten Eiszeit. Das schließen die Archäologen aus dem Aufbau des Bodens, in dem der Zahn gefunden wurde. Damals hatte sich eine Kältesteppe, auch als Tundra bekannt, in Mitteleuropa ausgebreitet. Neben Mammuts grasten Wildpferde, Wollhaarnashörner und Moschusochsen auf den Ebenen oberhalb der damaligen Elbe.

Frühere Funde im Stadtgebiet belegten zudem, dass sich zeitgleich auch Neandertaler in der Region aufhielten. Von ihnen bearbeitete Steine wurden bereits 1923 im heutigen Stadtgebiet Dresdens gefunden.

jme/dpa

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