Zahnanalyse Der neue Peniswurm
Fossiler Peniswurm: Aus einer Art werden zwei
Foto: Martin SmithNoch im Kambrium, vor 500 Millionen Jahren, gehörten sie zu den am weitesten verbreiteten Lebewesen der Erde. Heute gibt es nur noch wenige Arten. Peniswürmer, die ihren Namen der schlauchförmigen Körperform verdanken, werden je nach Spezies bis zu 39 Zentimeter lang, leben am Meeresboden - und haben einzigartige Zähne.
In ihrem Maul tragen die Fleischfresser eine Reihe scharfen Haken oder Stacheln. Die Strukturen dienen Forschern nun als Beleg, dass die große und einst ökologisch wichtige Gruppe der Peniswürmer deutlich vielfältiger ist, als bislang angenommen - und sie haben eine bislang unbekannte Art entdeckt.
Peniswurm-Zähne: Jedes Gebiss gehört zu einer anderen Art
Foto: Tom HarveyPlamen Andreev von der University of Birmingham und Kollegen untersuchten die weniger als einen Millimeter großen fossilen Zähne verschiedener Peniswürmer unter dem Mikroskop. Die Analyse zeigte, dass die am weitesten verbreitete Art, Ottoia prolifica, eigentlich zwei Arten umfasst.
Die nun erkannte Spezies unterscheidet sich durch dreizackige Zähne von den anderen länger bekannten Arten. Deshalb schlagen die Forscher den Artnamen Ottoia tricuspida vor. Weil der Unterschied zwischen den beiden Spezies so subtil ist, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass noch viele weitere Peniswurmfossilien in Museen überall auf der Welt bislang der falschen Art zugeordnet wurden.