Peru: Neu entdeckte Andenmaus liebt Höhenluft - DER SPIEGEL
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Peru Neu entdeckte Andenmaus liebt Höhenluft

Sie mag es gern luftig: In den peruanischen Anden haben Wissenschaftler eine bislang unbekannte Maus entdeckt. Sie lebt in Höhen ab 2800 Metern - sogar auf 4700 Metern fanden die Forscher das kleine Nagetier.
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Lima - Die neu entdeckte Maus der Gattung Akodon lebe ausschließlich in Höhen ab 2800 Metern und sei sogar noch auf 4700 Metern in der Cordillera Blanca (Weiße Kordillere) gefunden worden, berichteten die Vereinigung der Anden- Ökosysteme (Ecoan) sowie die Organisation Conservation Internationals in einer gemeinsamen Erklärung. Die Funde seien zwischen 2005 und 2008 in der Region Ancash in Hochgebirgswäldern etwa 400 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Lima gemacht worden.

Die Forscher entdeckten auch noch weitere Arten, eine Pflanze und zwei Käfer. Sie alle seien sehr wichtig für die Stabilität und Selbstregulierung der besonders empfindlichen Ökosystme in der Hochgebirgswelt. Deshalb müssten die neuen Arten unter Schutz gestellt werden, forderten die Wissenschaftler. So trage etwa das kleine Nagetier dazu bei, dass bestimmte Insektenarten nicht Überhand nähmen und sei wichtig für die Verteilung von Samen.

Bei dem Kreuzkraut Senecio sanmarcosensis handele es sich um einen Teil der Feuchtgebietsflora der Hochanden. Die Pflanze sei nur an drei Stellen jeweils auf mehr als 4500 Metern Höhe gefunden worden und damit extrem selten. Deshalb solle sie als gefährdet eingestuft und entsprechend gegen Überweidung, Brandrodung und Bergbauprojekte geschützt werden. Sie blühe von Mai bis Juli. Die Feuchtgebiete sind ein wichtiges Wasserreservoir und Filter für Trinkwasser in tiefer gelegenen Regionen.

Die beiden Käfer erhielten die wissenschaftlichen Namen Eriopis canrash und Cycloneda andresii. Sie ernähren sich unter anderem von Blattläusen und Milben, deren massenhafte Vermehrung sie auf diese Weise verhindern und die Bergbauern damit vor Ernteverlusten bewahren.

lub/dpa

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