Philippinen: Vulkan Mayon lässt Asche regnen - DER SPIEGEL
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Philippinen Vulkan Mayon lässt Asche regnen

Die Lage am Mayon wird immer bedrohlicher: Der philippinische Vulkan hat begonnen, große Mengen Asche auszustoßen - und gefährdet dadurch zehntausende Menschen, die bereits aus ihren Häusern geflohen sind. Forscher glauben, dass es jederzeit zu einer heftigen Eruption kommen könnte.
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Vulkan Mayon: Feuerberg spuckt Rauch und Asche

Foto: Dennis M. Sabangan/ dpa

Legaspi City - Der philippinische Vulkan Mayon hat begonnen, einen gefährlichen Ascheregen auszustoßen. Die Gesundheitsbehörden warnten am Dienstag davor, die Aschepartikel könnten Atemprobleme und Hautkrankheiten auslösen. Dies betreffe auch die gut 45.000 Menschen, die wegen des drohenden Ausbruchs des Mayon bereits aus der Umgebung des Vulkans in Notunterkünfte gebracht wurden.

Der Chefvulkanologe der philippinischen Regierung, Renato Solidum, sagte, zwar sei die Ascheschicht in der Umgebung des Vulkans nicht besonders dick. Die sehr feinen Aschepartikel seien aber besonders gefährlich für den Menschen.

Anwohner berichteten, die Vulkanasche sei auch weit vom Vulkan entfernt niedergegangen. In Guinobatan, einem etwa 15 Kilometer vom Mayon entfernten Dorf, wehte weißer Staub umher. Nach Angaben des Zivilschutzes ist es nicht leicht vorauszusagen, wo die Asche niedergeht, weil der Wind häufig seine Richtung ändert. Der Seuchenbeauftragte der Regierung riet den Anwohnern, sich drinnen aufzuhalten und die Fenster geschlossen zu halten. Außerhalb ihrer Wohnungen sollten sie Mund und Nase mit einem feuchten Lappen bedecken und lange Kleidung tragen.

Bereits 2006 hatte der Ascheregen des Mayon gefährliche Wirkung. Zwar kam bei seinem damaligen Ausbruch niemand unmittelbar ums Leben, später aber starben mehr als 1000 Menschen, als ein Taifun tausende Tonnen Vulkanstaub und Lavabrocken aufwirbelte. Die daraus entstandene Schlammlawine begrub mehrere Dörfer unter sich.

Der Mayon spuckt seit einer Woche Lava und Asche. Für den 2460 Meter hohen Vulkan galt am Dienstag weiter Gefahrenstufe vier. Das heißt, er könnte jederzeit ausbrechen. Im Umkreis von acht Kilometern verließen mehr als 9400 Familien - mindestens 45.000 Menschen - ihr Zuhause. Sie sollten über Weihnachten und Neujahr in den Notunterkünften bleiben, sagte Provinzgouverneur Joey Salceda. Etwa 500 Bewohner hielten sich demnach noch in dem besonders gefährdeten Gebiet auf.

mbe/AFP

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