Satellitenbild der Woche: Vom Winde verweht - DER SPIEGEL
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Satellitenbild der Woche Vom Winde verweht

Die Sahara ist eine nahezu unerschöpfliche Quelle für Staub, der Tausende Kilometer weit wandert. Über den Ozeanen haben die Sandstürme zum Teil verheerende Folgen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Eine riesige Staubwolke weht von der ägyptischen Küste über das Mittelmeer - fotografiert von dem Nasa-Satelliten "Aqua". Sie ist so gewaltig, dass sie sogar das Nildelta verhüllt - an den Rändern der Wolke schimmert ein wenig Grün hindurch.

Die Form der Staubwolke ist kein Zufall - sie hat sich durch einen Korridor gequetscht, der durch die relativ starken Regenwolken über Ägypten geformt wurde. So kam es zu der ausgeprägten Linkskurve.

Mit ihren 4800 Kilometern Größe ist die Sahara eine nahezu unerschöpfliche Staubquelle. Sie ist außerdem ein idealer Nährboden für Stürme: Wenn im Laufe des Tages die Temperaturen in der Wüste steigen, wird die Luft am Boden unruhig und lässt sogar leichte Winde Staub und Sand Hunderte bis sogar Tausende Meter hoch in die Luft aufwirbeln.

Der Sahara-Staub wandert nicht nur über die Mittelmeer-Region, sondern noch viel weiter - bis zum Atlantik. Der Staub ist allerdings Fluch und Segen zugleich: Während er im Mittelmeer eine wichtige Mineralien-Quelle darstellt, führt er im Ozean zu starker Düngung von Phytoplankton. Es entstehen lokale Algenblüten durch explosionsartige Vermehrung und anschließendes Absterben der Kleinstlebewesen. Wo eine Algenblüte stattgefunden hat, hinterlässt sie eine Todeszone, weil das Phytoplankton den gesamten Sauerstoff des Wassers verbraucht hat. Jeder Meeresbewohner, der sich in diese Todeszone verirrt, erstickt dort.

lub

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