Schweizer Seen - Satellitenbild der Woche - DER SPIEGEL
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Satellitenbild der Woche Auf Seen sehen

Die Schweizer Berge kennt fast jeder. Dass das Land auch viele und vor allem große Seen hat, zeigt eine aktuelle Satellitenaufnahme.
Die Schweiz auf einem Bild
Die Schweiz auf einem Bild

Die Schweiz auf einem Bild

Foto: ESA/ GeoVille
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Im Südosten die teils schneebedeckten Alpen, im Nordwesten das Juragebirge. Der Erdbeobachtungssatellit "Sentinel 2A" hat die Schweiz fotografiert. Aus mehreren Aufnahmen ist dieses Bild entstanden, das die Europäische Weltraumbehörde Esa jüngst veröffentlicht hat.

Auffällig: die Vielzahl der Seen. Tausende sind in der letzten Eiszeit vor 15.000 Jahren durch Gletscher entstanden. Mehrere bilden die natürliche Grenze zu den Nachbarstaaten. So etwa der Genfersee im Westen, der teilweise auch zu Frankreich gehört. Im Osten teilt sich die Schweiz den Bodensee mit Deutschland und Österreich.

Der größte See innerhalb der Schweiz ist mit knapp 218 Quadratkilometern der Neuenburgersee. Er liegt im Nordwesten des Landes. Auch beliebt: Der Vierwaldstättersee bei Luzern. Er ist umgeben von Bergen der Voralpen. Die Stadt Luzern befindet sich am westlichen Ende des Gewässern.

Dass die Seen auf der Satellitenaufnahme verschiedene Wasserfarben haben, liegt an der unterschiedlichen Zusammensetzung der Algen. Bei manchen der Gewässer bestimmt auch feines Gestein die Wasserfarbe, das von den Gletschern ins Tal getragen wird.

Fotostrecke

Satellitenbild der Woche: Schnappschüsse aus dem All

Foto: Joshua Stevens/ NASA

Einer dieser Gletscher ist, wenn man die Region ein wenig kennt, im unteren mittleren Teil des Bildes zu erkennen: der Aletschgletscher. Er ist der größte Gletscher in den Alpen und liegt auf gut 1500 bis 4160 Metern Höhe. Der Gletscher ist fast 23 Kilometer lang und knapp 82 Quadratkilometer groß. Seit 2001 gehört er zum Unesco Weltnaturerbe. Durch die Erderwärmung wird das Eis in der Region jedoch weniger.

Nördlich der Alpen fällt das Gelände ab. Das Plateau im Zentrum des Landes bedeckt ungefähr ein Drittel der Fläche. Hier liegen große Städte, etwa Zürich und Bern. Kein Wunder also, dass dieser Teil des Landes der am dichtesten besiedelte ist. Zahlreiche Gewerbe, Fabriken und landwirtschaftliche Betriebe haben sich in dem Gebiet niedergelassen.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikel hieß es, dass zwei natürlich entstandene Seen die Grenze zu Nachbarstaaten der Schweiz bilden. Tatsächlich sind es mehr. Auch der Luganersee und der Lago Maggiore gehören dazu. Sie liegen zum Teil in Italien. Zudem sind beispielsweise die Stauseen Lago die Lei und Lago di Livigno an der Grenze zu Italien zu finden.

jme