Kälteliebender Großkrebs Spaziergängerin entdeckt Kaisergranat in St. Peter-Ording
Kaisergranat schwimmt im Wasser der Nordsee
Foto: Dörte Nielsen/ dpaEin ungewöhnlicher Gast ist einer Spaziergängerin in St. Peter-Ording entgegengeschwommen. In einem flachen Priel im Wattenmeer entdeckte die Frau einen Kaisergranat. Laut der Nationalparkverwaltung ist es der erste Lebendfund dieser Krebsart an einem Strand in Schleswig-Holstein. Ein Biologe hatte das Tier zuvor "zweifelsfrei identifiziert", hieß es.
Eigentlich sei der Kaisergranat im Mittelmeer und im Nordatlantik beheimatet. Auch in der Nordsee kann er vorkommen. "Die bis zu 24 Zentimeter großen Tiere leben in eher tiefen Bereichen am und im Meeresboden, dort in Gängen und kleinen Höhlen - und sie mögen es gern schlickig", sagt die Biologin Ulrike Schückel von der Nationalparkverwaltung. Sogar in Tiefen von bis zu 800 Metern fühlen sich die Tiere noch wohl.
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Warum das Krebstier, das mit dem Hummer verwandt ist und bis zu zehn Jahre alt werden kann, im flachen Wasser des Wattenmeers nicht zu Hause ist? Der Kaisergranat verträgt nur höchstens 18 Grad Wassertemperatur. Besonders in diesem Sommer lagen die Temperaturen am weitläufigen Strand vor St. Peter-Ording meist deutlich über 20 Grad Celsius.
Der Kaisergranat ist allerdings auch bei Feinschmeckern äußerst beliebt. In der französische Küche ist er als Langoustine bekannt und Bestandteil zahlreicher Gerichte.
Erst im Mai hatten Forscher eine Studie veröffentlicht, in der sie von einer neu entdeckten Flohkrebsart berichteten.