Nordsee-Gasleck Total schickt Experten auf Unfall-Plattform
Erdgas-Plattform Elgin: Expertenteam untersucht die Lage vor Ort
Foto: Joerg Modrow/ dpaLondon - Im Kampf gegen ausströmendes Gas auf der Förderplattform "Elgin" in der Nordsee hat sich ein Expertenteam per Helikopter auf den Weg zu dem Leck gemacht. Der Hubschrauber habe am Donnerstagvormittag das schottische Aberdeen verlassen. Ziel sei es, auf der Plattform zu landen und das Leck unter die Lupe zu nehmen, teilte der Energiekonzern Total mit.
Sollte die Mission gelingen, wären seit der Evakuierung im März erstmals wieder Menschen auf der leckgeschlagenen Plattform. Bislang hatte schlechtes Wetter einen Flug dorthin verhindert.
Aus der undichten Stelle, die Total etwa 25 Meter über der Wasseroberfläche lokalisiert hat, strömen seit dem 25. März täglich 200.000 Kubikmeter Gas aus. Die Plattform war an diesem Tag evakuiert worden, die Arbeiter mussten wegen der drohenden Explosionsgefahr per Hubschrauber in Sicherheit gebracht werden. Die Havarie kostet Total nach eigenen Angaben jeden Tag 2,5 Millionen Dollar.
Auf der Anlage herrscht weiter Explosionsgefahr, wenn das austretende Gas eine Wolke bildet. Ob die Arbeiten dort klappen können, hängt stark von den Wetterbedingungen ab, etwa von der Windstärke und der Windrichtung.