Umwelt Krebsgift im Dünger?
Düsseldorf - Der verdächtige Dünger von dem Herstellerbetrieb im westfälischen Kreis Paderborn sei auch in die hessischen Kommunen Korbach und Kassel sowie in den niedersächsischen Landkreis Holzminden geliefert worden, teilte das NRW-Umweltministerium in Briefen an die Fachministerien beider Länder mit. In Hessen sollen 2004 sieben Betriebe und 2005 neun Betriebe den Dünger bezogen haben. In der Nähe der Höfe liegen mehrere Stauseen.
Die Staatsanwaltschaft Paderborn ermittelt gegen den Hersteller wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung. Forscher hatten in den Flüssen Ruhr und Möhne sowie in Teichen und Trinkwasser im Sauerland deutlich erhöhte Werte perfluorierter Tenside (PFT) festgestellt, die etwa bei der Produktion von Teflonpfannen und wasserdichter Kleidung entstehen.
Forellen in einer Teichanlage an einem Zufluss der Möhne wiesen eine bis zu 60 mal höhere Belastung auf als vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als tolerabel eingeschätzt.