Panther auf dem Spazierweg - DER SPIEGEL
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TIERE Panther auf dem Spazierweg

• aus DER SPIEGEL 6/2002
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Begegnungen mit Schwarzen Panthern, Pumas und Luchsen zählen zum Letzten, womit Spaziergänger im ländlichbeschaulichen England rechnen. Dennoch werden die gefährlichen Raubkatzen in bestimmten Teilen der Insel offenbar immer häufiger gesichtet, das belegen Berichte auf der Website der britischen »Big Cats Society«. Allein im Jahr 2001 gingen mehr als 430 Meldungen von aufgeregten Briten ein, die Raubkatzen in der freien Wildbahn beobachtet haben wollten. Die landesuntypischen Tiere tummeln sich demnach vermehrt in den Grafschaften Leicestershire, Gloucestershire und Norfolk - aber auch in abgelegenen Gegenden Schottlands. In Wiltshire sahen sechs Augenzeugen unabhängig voneinander einen Puma, der sich in der Sonne räkelte. Die meisten dieser Begegnungen verliefen glimpflich, denn die Wildkatzen sind scheu und gehen Menschen so weit wie möglich aus dem Weg. Trotzdem bleibt in den Augen der Big-Cats-Beobachter ein Restrisiko: So soll es auf der Insel seit den achtziger Jahren immerhin zehn Fälle gegeben haben, in denen Kinder von umherstreifenden Raubkatzen angegriffen wurden. Wo die Tiere herkommen, ist ungewiss. Beobachter vermuten, dass sie schon vor Jahren von privaten Haltern ausgesetzt worden sind und sich seither offenbar erfolgreich im wintermilden britischen Klima vermehrt haben.

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