Planet Bielefeld - DER SPIEGEL
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FOTOGRAFIE Planet Bielefeld

• aus DER SPIEGEL 36/2007
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Wenn der niederländische Grafiker M. C. Escher Fotograf geworden wäre, vielleicht hätte er dann »Hyperbolische Panoramen« produziert. So nennt Benedikt Brandhofer seine surrealen Fotovisionen, auf denen zum Beispiel der Bahnhofsvorplatz von Bielefeld derartig weitwinklig verzerrt wird, dass er wie ein Planet im leeren All zu schweben scheint. Brandhofer, 21, der an der FH Bielefeld Fotografie und Medien studiert, möchte mit seinen Experimenten »konventionelle Sehgewohnheiten aufbrechen«. Seine Hyperpanoramen sind Vexierbilder zwischen Realismus und Fiktion. Die Aufnahmen selbst sind dabei nur Datenrohstoff, den Rest besorgt der Rechner: Aus 18 Bildern einer herkömmlichen Digitalkamera mit Fisheye-Objektiv biegt der bekennende Escher-Fan Brandhofer die Ansichten mit allerlei Bildbearbeitungsprogrammen wie PTGui und Flexify liebevoll Pixel für Pixel um, bis sie so wirken, als wären sie mit einer monströs weitwinkligen Linse aufgenommen, welche fast eine komplette Rundumsicht gewährt.

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