Rauschmittel in der Muttermilch - DER SPIEGEL
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Rauschmittel in der Muttermilch

• aus DER SPIEGEL 43/1981
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Strahlen und lachen Säuglinge, nachdem sie ihre Milch bekommen haben, weil sie high sind? Diese Hypothese stellte kürzlich der amerikanische Biochemiker Eli Hazum von den Wellcome Research Laboratories in North Carolina auf, nachdem er sowohl in Kuhmilch als auch in Muttermilch vergleichsweise hohe Dosen an Morphium gefunden hatte. Tests mit Versuchstieren zeigten, daß aus Milch gewonnenes Morphium »in seinen biochemischen, immunologischen und pharmakologischen Eigenschaften mit normalem Morphium identisch ist« (so das Wissenschaftsmagazin »New Scientist"): Das Rauschmittel in der Milch rief bei Versuchstieren dieselben Reaktionen hervor wie Morphium. Als Hazum nachforschte, wie das Rauschgift in die Milch von Frauen und Kühen gelangt sein könnte, entdeckte er, daß Morphium in vielen Pflanzen wie etwa Gras oder Kopfsalat gespeichert ist. Im Essen gelange das Rauschgift in den Körper und konzentriere sich vornehmlich in den Milchdrüsen. »Deshalb schlafen wohl Babys bald nach dem Füttern selig ein«, spekulierte der »New Scientist«.

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