MEERESFORSCHUNG Rettung für »Calypso«
Alexandra Cousteau, 26, will die »Calypso« reaktivieren, das legendäre Forschungsschiff ihres Großvaters. Mit der »Calypso«, einem ehemaligen Minenräumschiff der britischen Navy, hatten die Teams des französischen Meeresforschers Jacques-Yves Cousteau fast ein halbes Jahrhundert lang die Fauna der Weltmeere erkundet und dabei über eine Million Seemeilen zurückgelegt. Im Januar 1996 sank die 42 Meter lange Calypso bei einer Kollision im Hafen von Singapur, wurde gehoben und nach La Rochelle an der französischen Atlantikküste geschleppt, wo sie seitdem vor sich hin rottet - sie sei nur mit ständig laufenden Lenzpumpen über Wasser zu halten, berichtet die Londoner »Sunday Times«. Schon drohte das Ende als Unterwasser-Attraktion für Taucher. Alexandra Cousteau jedoch will dem Schiff, auf dem sie einst ihre erste Geburtstagsparty feierte, seinen Stolz zurückgeben. Die Stiftung ihres verstorbenen Vaters Philippe und die Stadt La Rochelle haben bereits finanzielle Hilfe zugesagt. Noch vor dem Winter soll die »Calypso« ins Trockendock. Doch in See stechen wird sie trotzdem nie mehr. »Sie wird wohl ein Museum«, erklärt die Enkelin Alexandra.