Rettung für Unterkühlte - DER SPIEGEL
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Rettung für Unterkühlte

• aus DER SPIEGEL 17/1981
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Opfer extremer Unterkühlung, etwa Menschen, die im Schneesturm nicht mehr weiterkamen oder längere Zeit in kaltem Wasser zubrachten, werden an der Universitätsklinik von Chicago neuerdings in eine Spezialwanne mit 40 Grad warmem Wasser gesteckt und so möglichst schnell wieder erwärmt. Die Uni-Mediziner konnten auf diese Weise 19 von 20 Patienten, deren Körpertemperatur schon um mindestens fünf Grad Celsius auf unter 31,5 Grad abgesunken war, noch retten. Bei bislang üblichen, langsameren Aufwärm-Verfahren lag die Sterblichkeitsrate je nach Methode zwischen 45 und 100 Prozent. Von so starker Unterkühlung betroffen werden häufig auch alte und kranke Menschen (beispielsweise Diabetiker oder Alkoholkranke), die bewußtlos längere Zeit in schlecht geheizten Räumen liegen. Weil solche Unterkühlungseffekte schon bei Raumtemperaturen zwischen 15,5 und 18 Grad Celsius auftreten können, empfehlen die Kliniker aus Chicago, in Altenheimen stets für eine Zimmertemperatur von über 18 Grad Celsius zu sorgen.

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