Kann SpaceX Astronauten bei Komplikationen sicher zur Erde zurückbringen? Genau diesen Fall hat das Unternehmen des Tesla-Chefs Elon Musk am Sonntag getestet. Diese Falcon-9-Rakete transportiert eine Raumkapsel mit zwei Puppen in Menschen-Größe. In 19 Kilometer Höhe wird der Ausfall der Triebwerke simuliert. Die Trägerrakete bricht auseinander und explodiert - und der Notfall-Automatismus beginnt: Die sogenannten SuperDraco-Düsen springen an und schießen die Raumkapsel, in der im Ernstfall Astronauten sitzen würden, mit bis zu 2400 Stundenkilometern von der Rakete weg. Im Hintergrund ist der Jubel aus dem SpaceX-Kontrollraum zu hören, denn der Test funktioniert. Damit hat die Firma einen wichtigen Schritt in Richtung bemannter Flüge zur Internationalen Raumstation ISS gemacht. An vier Fallschirmen geht es hinab ins Meer, 32 Kilometer vor dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida. Die Test-Puppen waren extremen Fliehkräften ausgesetzt - SpaceX hat bei dem Testmanöver diverse Messdaten gesammelt, die nun ausgewertet werden. Seit dem Ende des Space-Shuttle Programms 2011 sind die USA bei bemannten Flügen zur ISS auf Russland angewiesen - nur mit Sojus-Kapseln können Astronauten derzeit zur ISS fliegen oder von dort zurückkommen. Deshalb hatte die Nasa 2014 sowohl Boeing als auch SpaceX beauftragt, eigene Raumkapseln für den Astronauten-Transport zur ISS zu entwickeln. Nach dem erfolgreichen Test könnten un der erste SpaceX-Flug bereits Mitte 2020 in Richtung ISS starten.