Sternentod in 3 D - DER SPIEGEL
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ASTRONOMIE Sternentod in 3 D

• aus DER SPIEGEL 24/2002
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Der Tod eines großen Sterns entfesselt Urgewalten: Wenn ein Himmelskörper als Supernova in sich zusammenstürzt und explodiert, erreicht er bisweilen Temperaturen von zehn Milliarden Grad und leuchtet so hell wie eine ganze Galaxie mit hundert Milliarden Sternen. Dieses Erstrahlen lässt sich zwar mit Teleskopen beobachten, doch noch ist unklar, wie die Explosion im Einzelnen abläuft. Nun ist es Physikern am Los Alamos National Laboratory erstmals gelungen, einen Sternentod in 3 D zu berechnen. Dieses Rechenkunststück gehört zu den aufwendigsten Simulationen überhaupt. »In der Astrophysik baut die Natur selber die Experimente für uns auf«, sagt Stirling Colgate von Los Alamos, »also müssen wir sicher sein, dass unsere Simulationen auch wirklich die Realität exakt nachbilden.« Bereits 1966 gelang es ihm, das hoch komplexe Himmelsharakiri eindimensional zu simulieren, Mitte der neunziger Jahre wurde dann ein zweidimensionales Modell vorgestellt. Doch die beiden Simulationen kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Das neue Modell bestätigt nun mit nur zehn Prozent Abweichung die Erkenntnisse der 2-D-Version.

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